Mittel-Gründau

Dorfentwicklungskonzept dem Land Hessen vorgestellt

Sehr zufrieden mit dem genehmigten Finanzrahmen für die nächsten Jahre waren die fast zwanzig Teilnehmer vom Koordinierungstermin für die Dorferneuerung Mittel-Gründau. In sechs Monaten hat die Bevölkerung in Treffen, Sitzungen, und Aktionen ein Konzept für die Zukunft des Dorfes aufgestellt. Auf dieser Grundlage ging es um die Bezuschussung der geplanten Projekte für das Dorf. Bürgermeister Heiko Merz blickte bei der Begrüßung zufrieden auf die rege Beteiligung seit der Antragstellung 2009 zurück. Anke Enders-Eitelberg von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank erläuterte ihre Aufgabe als zuständige Organisation für das Dorferneuerungsprogramms in Hessen. Sie betonte, dass Mittel-Gründau als vierter von dreißig neuen Dorferneuerungsschwerpunkten in Hessen seine Aufgaben gut und flott erfüllt hat. Manfred Geis als Vertreter des Main-Kinzig-Kreises würdigte die intensive Tätigkeit der vier Arbeitsgruppen. Sie werden als „Arbeitskreis Dorferneuerung“ die Umsetzung ihrer Projekte in den nächsten acht Jahren maßgeblich begleiten. Claudia Koch und Gabriele von Laufenberg, vom begleitenden Moderationsbüro pro regio aus Frankfurt stellten den Prozess und die „Knackpunkte“ für das Dorf dar. Als Vertreter der Arbeitsgruppen präsentierten Michael Köhler, Roland Hock, Volker Merz und Jürgen Koppe anschaulich und kompetent die erarbeiteten Projekte.
Die Teilnehmer am Koordinierungstermin präsentieren das Motto der Dorferneuerung in Mittel-Gründau.
 Die Teilnehmer am Koordinierungstermin präsentieren das Motto der Dorferneuerung in Mittel-Gründau.
Danach ging es an die einzelnen Themen. Bezuschusst werden die Renovierung des Backhauses und die Erneuerung des Daches auf der Schafhalle. Zuschüsse für die Gestaltung des Areals um die Mehrzweckhalle werden mit mindestens 200 000 € festgelegt. Viel Anklang bei der WI-Bank fand das Projekt „Natur im Dorf“, das ein Netz aus kleinen und großen Grünflächen mit vielen Partnern zu einer Gesamtheit entwickeln wird. Das Problem der Verkehrsentwicklung für das Dorf muss mit dem zuständigen Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Gelnhausen gelöst werden. Einige große Projekte erfordern konkretere Planungen und Vorarbeiten. Dazu gehört der Aufbau des Dorftreffs, die Gestaltung des Dorfzentrums, dem Platz um Mehrzweckhalle und Domäne und für ein langfristiges Konzept für die Domäne. Hier stehen jetzt Gelder für die Planungsphase bereit. Und versprochen ist, die dann fertigen Projekte in erforderlicher Höhe zu bezuschussen. Besonders interessant für private Besitzer ist, ob ihre Immobilie im sogenannten „Fördergebiet“ liegt. Dieses legte die Kommission fest, indem sie den Vorschlag noch um einige Häuser erweiterte. In diesem Areal können Hausbesitzer jetzt Beratung durch das beauftragte Planungsbüro für Investitionen in den Erhalt und den Ausbau erhalten. Für die Umsetzung ist ein maximaler 30000 € Zuschuss pro Vorhaben möglich. Wie Katja Naumann, die zuständige Ansprechpartnerin beim Main-Kinzig-Kreis berichtete, sind bereits einige Hausbesitzer aktiv geworden und eine Genehmigung wurde schon erteilt. Am Montag, 29. August um 19 Uhr findet in der Mehrzweckhalle Mittel-Gründau eine Informationsveranstaltung für die gesamte Bevölkerung statt. Dabei präsentiert der Arbeitskreis alle Ergebnisse und Vorhaben. Als Kontrast werden etliche alte Aufnahmen aus dem Dorf zu sehen sein. Nicht zuletzt wird die erfolgreiche Konzeptphase zur Dorferneuerung an dem Abend gefeiert.