Breitenborn

Ortsteil Breitenborn
 Ortsteil Breitenborn
Neue Forschungen haben ergeben, dass Breitenborn am 11. Juni 1605 erstmals urkundlich erwähnt wird. In der Zeit von Juni 1605 bis Juni 1608 wurden beim 'Breiten Born' die ersten Gebäude für einen Viehhof und ein Forsthaus durch Graf Wolfgang Ernst zu Ysenburg und Büdingen gebaut. Der Betrieb auf dem Viehhof dürfte ab 1635 eingestellt worden sein.

Die entscheidende Rolle bei der Glashüttengründung in Breitenborn ist dem Glasmacher Michael Wentzel zuzuschreiben. Er soll dort von 1639 bis 1643 eine Glashütte betrieben haben.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich die anfängliche Ansiedlung von Fachleuten, die die Glasmacher von überall ranholten, zu einem wachsenden Dorf. Zur Zeit der Hochkonjunktur in den Jahren 1680 bis 1720 war der bauliche Fortschritt nicht mehr aufzuhalten und ab 1705 (200 Einwohner) ist ein Dorf im üblichen Sinne entstanden. Bis zum Jahre 1893 war die Glasherstellung für die hier lebenden Menschen die Hauptverdienstquelle.

Im Jahr 1844 wird auf dem Eichelkopf mit dem Abbau von Basalt begonnen und ab 1897 auf dem Vogelkopf. Hier entsteht ein Groß-Hartbasalt-Werk und zum Bahnanschluß in Wächtersbach wird eine Seilbahn gebaut. Die Steine werden in harter und gefährlicher Arbeit aus der Steinbruchwand herausgebrochen und weiter bearbeitet.

In der Zeit von 1951 bis 1953 wird ein Schwimmbad und in 1957 ein Dorfgemeinschaftshaus mit Kindergarten gebaut. Die Einwohner haben durch viel Gemeinschaftsarbeit dabei mitgeholfen. Breitenborn wird Anfang der sechziger Jahre dreimal zum schönsten Dorf gekürt. Die Breitenborner nannten sich damals mit Stolz 'die Perle im Büdinger Wald'.

Rechtzeitig zum 400-jährigen Bestehen im Jahre 2005 wurde mit viel Eigenleistung eine Denkmalanlage bei 'Breiten Born' errichtet. Mit Glasmacherofen, Basaltsäulen, Holzstapel und landwirtschaftlichen Geräten wird an die Hauptverdienstquellen der Vorfahren erinnert. In einem Festbuch wird über die Geschichte des Dorfes berichtet.