Rothenbergen

Ortsteil Rothenbergen
 Ortsteil Rothenbergen
Die erste urkundliche Erwähnung von Rothenbergen findet sich in einem Güterverzeichnis der Rheingrafen Wolfram, das auf ungefähr 1220 datiert werden kann. Unter den Erbansprüchen des Rheingrafen auf Güter des 1198 verstorbenen Werners II. von Bolanden wird auch ein allodium (Eigenbesitz) in „Rodinberch“ genannt.
Rothenbergen wird in dieser Urkunde als „Rodinberch“ (Rodung am Berg) erwähnt. Als Vorspanndorf hatte es für die Frankfurt-Leipziger Reichsstraße, die Richtung Langenselbold über den Berg führte, eine gewisse Bedeutung. Die Bauernanwesen des Mittelalters gruppierten sich um den ,,Schiefersteinhof', ein altes königliches Hofgut, das den Dorfmittelpunkt darstellte und den Bereich des heutigen Gasthauses Roth umfasste.
Der Bau eines Militärflugplatzes in der nationalsozialistischen Zeit (1936) veränderte das Alltagsleben des Bauerndorfes. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Einwohnerzahl von 921 (1936) auf 1266 (1946) durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen. Ein amerikanisches Armeelager brachte erste Möglichkeiten, Arbeit zu finden. 1949 wurde mit der Gründung der Firma Wibau auf dem ehemaligen Flugplatzgelände der Grundstein für den Wandel zur Arbeitnehmergemeinde gelegt. Seit dieser Zeit wuchs Rothenbergen zum heute bevölkerungsreichsten Ortsteil.