Gemeinde Gründau

Hochwasser- und Unwettereinsätze

Das vergangene Wochenende zeigte in Gründau erneut, welch hohen Stellenwert eine Freiwillige Feuerwehr für eine Gemeinde hat. Neben dem schon im Verlauf der letzten Woche erwarteten Einsatz in Verbindung mit dem ständig steigenden Wasserpegel der Kinzig, war es ein Orkantief, das die Gründauer Wehren am Samstag und Sonntag in Atem hielt. Den freiwilligen Helfern der Einsatzabteilungen und den Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs war es dabei zu verdanken, dass die entstandenen Probleme und Schäden eingegrenzt und schnell behoben werden konnten.

Zunächst wurden bereits vor dem Wochenende die Wasserstände an der Kinzig, die aufgrund der Schneeschmelze in Vogelsberg und Spessart und der anhaltenden Regenfälle immer mehr anstiegen, ständig kontrolliert und diesbezüglich seitens der Gemeinde mit dem gemeinsamen Abwasserverband Gelnhausen und dem Gefahrenabwehrzentrum Kontakt gehalten. Am Samstagvormittag wurde nach mehreren Anrufen besorgter Bürger aus Rothenbergen und den Messergebnissen des Abwasserverbandes die Feuerwehr aus Rothenbergen alarmiert. Der Pegel hatte zwar noch keinen kritischen Stand erreicht, aber einige Rückschlagklappen des Regenwasserkanals der Wiesenstraße hatten die Hausanschlüsse gesichert und dies wurde gemeldet.
Bürgermeister Heiko Merz (l.) lässt sich vor Ort in Rothenbergen den Einsatz der Hochwasserpumpe von Gemeindebrandinspektor Uwe Döring (2.v.l.) und Wehrführer Rainer Endlicher (2.v.r.) erläutern.
 Bürgermeister Heiko Merz (l.) lässt sich vor Ort in Rothenbergen den Einsatz der Hochwasserpumpe von Gemeindebrandinspektor Uwe Döring (2.v.l.) und Wehrführer Rainer Endlicher (2.v.r.) erläutern.
„Erstmals kam danach die im vergangenen Jahr in Dienst gestellte mobile Hochwasserpumpe der Gemeinde im Ernstfall zum Einsatz. In der Pumpstation des Abwasserverbandes unterhalb des Rothenberger Sportgeländes sollte damit der Regenwasser-Überlauf des Kanalsystems entlastet werden. Die Pumpe förderte dabei über einen Zeitraum von mehr als 36 Stunden eine Regenwassermenge von bis zu 800 m³ pro Stunde in Richtung Kinzig. Nach der Einrichtung der Apparatur durch die Rothenberger Wehr wurde das Spezialgerät auch in der Nachtzeit in 3-Stunden-Schichten betreut. Dies wurde von den ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und –männern vorbildlich gemeistert.“, betonte Bürgermeister Heiko Merz, der sich vor Ort zusammen mit Gemeindebrandinspektor Uwe Döring von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und der Pumpe überzeugen konnte.

Der am Wochenende im Westen Deutschlands wütende Orkan verschonte dann am Sonntag auch nicht die Gemeinde Gründau. Es kam dabei durch umgestürzte Bäume und entstehende Verkehrsprobleme zu acht Einsätzen der Feuerwehren, die zwischendurch in den Gerätehäusern Einsatzbereitschaften herstellten. Einige Einsätze erfolgten in Lieblos im Bereich des Herzbergs und auch im Gewerbegebiet „Kinzigtalzentrum“. Darüber hinaus kam die Wehr in Gettenbach in der Ortsdurchfahrt an einer umgestürzten Hecke zum Einsatz sowie auch die Kameradinnen und Kameraden aus Breitenborn, die entlang der Landesstraße nach Wächtersbach und am Dorfgemeinschaftshaus umgestürzte Bäume beseitigen mussten.

„Wenn man die Berichte über den Orkan im Fernsehen verfolgt hat, kann man erneut feststellen, dass wir in Gründau „mit einem blauen Auge davongekommen“ sind. Dennoch haben die Unwetter am vergangenen Wochenende wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr und engagierte Bauhofmitarbeiter für die „Sicherheit und Ordnung“ in unserer Gemeinde sind. Ich möchte mich daher ausdrücklich im Namen aller Mitbürgerinnen und Mitbürger bei den vielen freiwilligen Helfern und Bediensteten für deren Einsatz und deren Bereitschaft bedanken!“, stellt Bürgermeister Merz fest.