Vereinbarung mit der Telekom für Rothenbergen
Der Ausbau des schnellen Internets auf dem Land durch die Telekom geht weiter. Jetzt haben die Gemeinde Gründau und die Telekom einen Kooperationsvertrag unterschrieben, der den DSL-Ausbau für den Ortsteil Rothenbergen Ort regelt.
Der Vertrag sieht vor, dass die Deutsche Telekom innerhalb eines Jahres ein DSL-Netz mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16.000 Kilobit pro Sekunde in Rothenbergen ausbaut. Hiervon werden ca. 1.200 Haushalte profitieren.
„Breitbandversorgung wird immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor“, sagt Gründaus Bürgermeister Heiko Merz. „Wir freuen uns, dass zunächst unser größter Ortsteil bald zeitgemäße Breitbandzugänge von der Telekom erhält. Für weitere Ortsteile, in denen nach einer Umfrage der Gemeinde im vergangenen Winter Bedarf zur Verbesserung der Internet-Versorgung angemeldet wurde, stehen wir weiter in Verhandlungen mit den Anbietern. Das ist eine bedeutende Infrastrukturverbesserung im ländlichen Raum, vor allem für unsere Bürgerinnen und Bürger und natürlich auch mit Blick auf unsere Gewerbetreibenden.“
'Wir freuen uns, dass wir mit der Gemeinde Gründau eine gemeinsame Lösung gefunden haben, nun auch den Ortsteil Rothenbergen mit schnellen Breitbandzugängen zu versorgen. Damit ist dort die Ampel auf Zukunft gestellt', sagt George-Stephen McKinney, Pressesprecher der Deutschen Telekom für die Region West. „Seit der Einführung der DSL-Technik im deutschen Telefonnetz vor rund zehn Jahren hat die Deutsche Telekom mehr als zehn Milliarden Euro in den Breitbandausbau investiert. Jede Stunde wächst das Telekom-Glasfasernetz um eineinhalb Kilometer, allein durch den Ausbau in Rothenbergen kommen nun zwei Kilometer hinzu“, ergänzt McKinney.
Dabei ist besonders der DSL-Ausbau auf dem Land kostspielig: Ein Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau kosten bis zu 50.000 Euro. In vielen Fällen setzt die Telekom daher auf Kooperationen mit den Kommunen. Mehr als 1200 solcher Kooperationen hat die Telekom inzwischen vereinbart.
Hintergrund: Mehr Breitband für alle
Die Internetgeschwindigkeit hängt davon ab, wie nah der Kunde am nächsten Knotenpunkt wohnt. Denn die herkömmliche Telefonleitung aus Kupfer, über die der Datenstrom geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern spielt die Physik im Kupferkabel gar nicht mehr mit. Daher muss die Telekom ihre Kabelverzweiger näher an die Haushalte in den einzelnen Stadt-/Gemeindeteilen heranbringen. Um die Bürger in Rothenbergen mit DSL zu versorgen, werden acht Knotenpunkte neu aufgebaut bzw. modernisiert und ca. zwei Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt.